An dieser Stelle werden wir Euch laufend neue Vinyls und CD's zum Thema Rock 'n' Roll, Rockabilly, Rhythm 'n' Blues usw. vorstellen. Auch im Magazin werden ständig Bücher und Tonträger vorgestellt.

Vinyls alte Musik ..... Vinyls neue Musik ..... CD's alte Musik ..... CD's neue Musik



Vinyls alte Musik:

Interpret: Various artists
Label: Norton
Nummer: ED 313
Review by Sven Bergmann

Aaaaahhhh! Nachdem wir ja nun reichlich nahe dran sind an dem neuen Papst, wollte ich die Macher von ACE Records nach der Veröffentlichung der eben erwähnten “Gene Vincent cut our songs” CD, bei eben jenem Papst für die Seligsprechung vorschlagen. Da wir aber höchstwahrscheinlich nicht endlos viele Vorschläge für solche Aktionen einreichen dürfen, habe ich von diesem Vorschlag schweren Herzens Abstand genommen, um jedoch mit lachendem Herzen die Mannen von Norton Records nun für die Heiligsprechung nominieren zu lassen. Eine Ehrung, die sie allemal verdient haben!

Norton hat es nämlich tatsächlich gewagt, die atemberaubende „Gene Vincent Cut our Songs“ CD auf dem so heiß geliebten Vinyl zu veröffentlichen.

20 der 30 Tracks der CD fanden ihren Platz auf dem schwarzen Gold. Es braucht hier nicht noch einmal erwähnt zu werden, dass es sich um 20 Kracher handelt. Nachdem mir das Gerücht um die Vinylveröffentlichung zu Ohren kam, machte ich mir natürlich Gedanken darüber, welche Songs für das Album verwendet werden und welche der Schätze keinen Platz finden würden. Als die bestellte LP dann endlich eintraf, war ich zunächst etwas enttäuscht, da ich dachte, dass ausgerechnet meine Favoriten auf der CD keine Berücksichtigung fanden; musste dann aber eingestehen, dass die CD aus 30 Favoriten bestand und ich in jedem Falle jedes fehlende Stück schmerzlich vermisst hätte. Vielleicht lässt Norton ja noch die ein oder andere Single folgen um auch wirklich alle der 30 Stücke auf Vinyl zu bannen. Ansonsten bleibt mein Dank für 20 Aufnahmen, die mit zu den urwüchsigsten, wildesten, besten, ungeschliffensten Rockabilly Aufnahmen zählen, die bislang auf einem Sampler erschienen sind. Ich werde die „Norton-Macher“ auf jeden Fall in meine abendlichen Dankesgebete mit einbeziehen.

DANKE NORTON RECORDS!!

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Interpret: Various artists
Label: Norton
Nummer: ED 312
Review by Sven Bergmann

Die Folge drei der Kicksville Reihe schließt nahtlos an seine beiden Vorgänger an. Die 18 super raren Aufnahmen stammen allesamt im Original von Azetatplatten. Absolute Höhepunkte, dieser Folge sind natürlich die bislang unveröffentlichten Aufnahmen von Benny Joy, der spätestens seit den grandiosen Veröffentlichungen auf dem White Label, jedermann ein Begriff sein sollte. Allein diese beiden Aufnahmen rechtfertigen den Kauf des Albums. Aber es hat noch eine ganze Menge mehr zu bieten. Der Untertitel der LP „Raw Rockabilly Acetates“ stimmt jedoch nur zur Hälfte, da sich hier echte Rockabilly Aufnahmen mit einigen wilden und etwas größer instrumentalisierten Rock ’n’ Roll Auf -nahmen paaren. Der allseits bekannte Ral Donner präsentiert sich hier in einem, bislang unbekannten Stil. Eine fantastische Platte die wirklich Neues zu bieten hat und somit unverzichtbar wird. Folge vier der Serie wird ab sofort sehnsüchtig erwartet. Bei all dem Lob über die Platte, ist das Fehlen von Linernotes auf der Rückseite der LP mein einziger Kritikpunkt. Entschärft wirde diese kritische Anmerkung jedoch durch die 10 wunderschönen Abbildungen einiger der für diese Platte verwendeten originalen Acetates. Wer sich diese Scheibe nicht zulegt, hat selber schuld.

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Interpret: Janis Martin // Joe Clay // Charline Arthur
Label: Bear Family
Nummer: BAF18001 // BAF18002 // BAF18003
Review by Sven Bergmann

Wenn Gebete erhört und Träume wahr werden, dann wird sich eines Tages, das einzig wahre und gute alte Vinyl, wieder durchsetzen. Die Verwirklichung solcher Träume steht leider noch nicht bevor, aber unser Glaube und unsere Hoffnung haben doch reichlich Nährstoff erhalten. Ausgerechnet der Marktführer Bear Family Records hat nun das heiß geliebte Vinyl wieder für sich entdeckt. Bear Family war seinerzeit eine der ersten großen Wiederveröffentlichungsfirmen, die ihre Produktion komplett vom schwarzen Gold zu den albernen Silberscheiben umstellte. Umso erfreulicher, dass man sich nun eines besseren besinnt. Das wohl treffendste „Pro-Vinyl“ Argument“ springt einem auch beim Abspielen aller drei Alben unmittelbar in den Gehörgang.

Ein brillanter, heißer und lebendiger Sound zieht sich wie ein roter Faden durch sämtliche Aufnahmen!!

Den Auftakt dieser neuen, hoffentlich niemals endenden neuen Serie auf 180Gramm Vinyl, bestreitet Janis Martin. Bei den hier vorliegenden 12 Aufnahmen handelt es sich um eine Art „Best Of“ Zusammenstellung von zwei älteren, ebenfalls auf Bear Family erschienen Alben. Janis Martin zählt zweifelsfrei zu den heißesten female Acts des Rock´n´Roll und hier sind ihre besten Aufnahmen in brillanter Tonqualität vereint.

Joe Clay´s Aufnahmen für das VIK Label waren zuvor bereits auf der BFX 15224 zusammengefasst worden. Die Aufnahmen zählen mittlerweile zu den Rockabilly Klassikern und dürfen in keiner Sammlung fehlen.

Bei den 12 Charline Arthur Aufnahmen handelt es sich ebenfalls um eine Wiederveröffentlichung aus früheren Bear Family Tagen. Bei all ihren guten, zeigt sich Mrs. Arthur bei diesen, für das RCA Victor Label eingespielten Songs, von ihrer allerbesten Seite. Eine wirklich gekonnte Zusammenstellung aus der großen Masse ihrer erstklassigen Aufnahmen.

Musikalisch gehören alle drei Alben in jede Sammlung. Wer die original Singles, oder die früheren Bear Family Scheiben bereits besitzt, sollte zum Schutz der Originale einmal in diese Pressungen hineinhören und sie sich ebenfalls zulegen. Mein Tipp lautet:

Kauft diese Scheiben. Kauft sie für euch, kauft sie für eure Kinder und Eltern, kauft sie für eure Freunde und Nachbarn, Brüder und Schwestern und kauft euch auch noch doppelte Kopien (zur Sicherheit) dieser drei Scheiben und tragt somit Euren Teil zum Erfolg dieser neuen Serie und zur erfolgreichen Wiedergeburt unseres heißgeliebten Vinyls bei.

GOD SAVE THE VINYL !

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Vinyls neue Musik:

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CD's alte Musik:

Interpret: Various artists
Titel: Rock around the Juke Box Vol. 1 - 5
Label: Magic Records (Frankreich)
Nummer: 3930493 – 3930497
Review by André Helling

Durch einen Zufall sind wir kürzlich auf das französische Magic Records Label aufmerksam geworden – wir suchten im Internet nach einer Abbildung einer Eddie Cochran EP aus Frankreich für unseren “Raries Priceguide” auf der Website. Aber ich muss sagen, die Suche nach diesem Cover hat sich gelohnt – in beiderlei Hinsicht.

Das Magic Records Label aus Frankreich veröffentlicht alte Musik auf CD’s, viele Veröffentlichungen im Rock and Roll und Beat Bereich schmücken den Verkaufskatalog.

Nachdem mir von Magic einige CD’s zur Bewertung zugeschickt worden sind, habe ich mich sofort daran gemacht, diese zu hören. Eine gute Entscheidung. Hier möchte ich Euch eine CD-Reihe mit 5 Various Artists CD’s ans Herz legen. Die Serie mit dem Titel „Rock around the Juke Box“ lässt zwar in erster Linie auf eine Reihe schließen, wie sie schon zu hunderten am Markt sind, man denkt an Fats Domino, Buddy Holly, Gene Vincent, Bill Haley, Elvis Presley und Jerry Lee Lewis. Man hört immer die gleichen Stücke. Weit gefehlt. Magic Records scheint es sich zur Aufgabe gemacht zu haben, sehr interessante Zusammenstellungen zu machen, große und auch kleinere Namen, Coverversionen und die originalen. So sind beispielsweise auf den CD’s nicht „Hound dog“ oder „Don’t be cruel“ von Elvis, sondern „Tomorrow night“ und „Blue moon“. Jede CD fängt mit einem Elvis Lied an, danach folgt Bill Haley. Die weiteren Interpreten sind dann immer anders. Man findet Lieder wie „Mystery train“ von Little Junior Parker, „Taxi Blues“ von Little Richard, „The come back“ von Memphis Slim und viele weitere alte Namen der frühen 50’er. Jede CD beinhaltet 16 großartige Titel in einer – wie ich meine – hervorragenden Tonqualität.

Fazit: Es lohnt sich, zwischendurch immer mal bei Magic Records vorbeizuschauen (Link s. Website www.rockinfifties.de) – die Lieferung war schnell und der Service sehr zuvorkommend – eine Runde Sache. Zukünftig werden wir immer mal wieder CD’s dieses Labels vorstellen.
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Interpret: Various Artists
Titel: Cuca Records Vol. 2
Label: Classic's
Nummer: CD-719
Review by Sven Bergmann

Völlig unerwartet traf ein brandneues Album aus Schweden ein. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich die Firma Classic´s Records bislang gar nicht auf dem Bildschirm hatte. Eine Bildungslücke die ich umgehend schließen werde, denn das nun vorliegende Album vermag vollends zu begeistern.

Das aus Wisconsin stammende CUCA Label wurde in der Vergangenheit ja auch schon auf White Label Records aus Holland thematisiert, so dass viele der Interpreten den meisten von euch nicht ganz unbekannt sein dürften. Neunundzwanzig (29) abwechslungsreiche und recht rockige Titel, sowie ein ausgesprochen gelungenes, 36-seitiges Begleitheft (prallgefüllt mit Informationen zu sämtlichen Interpreten) machen dieses Album zu einem echten Leckerbissen.

Die CD beinhaltet u.a sechs bislang unveröffentlichte Aufnahmen, von denen der Rockabilly Kracher „Gonna Take My Guitar“ von Bobby Hodge herausragt. Die Scheibe glänzt durch seine Vielseitigkeit. Rockabilly, Vocal Group Sound, Instrumentals und Mainstream Rock´n´Roll sind vertreten und dürften somit für jeden Geschmack etwas bieten.

Neben dem bereits erwähnten „Gonna Take My guitar“ empfehle ich den Rockabilly Hammer „Miami Road“ von Larry Lee Phillipson , das an Ricky Nelson erinnernde „Poor Looser“ von Vilas Craig, Jimmy Sun & The Radiants mit seiner fantastischen Version des „Cocain Blues“, „Little Hero“ vom Dixie Drifter ( hier wäre es besonders schön gewesen, wenn jemand vor der Aufnahmesession den Chor erschossen hätte), „Forever Loving You“ von den Bel-Aires (so kann backround Gesang auch klingen liebe Dixie Drifter), „Never gonna Let Him Go“ von Karen Wells & The Black Knights und das recht soulige „So loved am I“ von Ronnie Premier & the Royal Lancers. Darüber hinaus sind einige nicht so häufig gehörte Coverversion von recht bekannten Songs zu hören (Say Mama, Let´s Talk about us, I Fought the law, Baby I don´t care, Rawhide, Honky Tonk Song), die zwar allesamt nicht an die Originalversionen heranreichen, aber dennoch ihren Reiz haben.

Besonders hervorheben möchte ich hier nun noch einmal das bereits erwähnte Begleitbuch der CD, welches für sich alleine genommen bereits den Kauf der CD rechtfertigen würde. Hier wurden auf vorbildliche Weise Informationen zusammengetragen, die durch eine Vielzahl von Fotos der Künstler und Labelabbildungen der Platten begleitet werden und die CD somit nicht nur zu einem akustischen, sondern auch zu einem optischen Leckerbissen werden lassen .

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Interpret: Bob Wills
Titel: Faded love
Label: Bear Family
Nummer: BCD 16550
Review by Sven Bergmann

13 CD Box Set + DVD + 140 S. Buch

Über ein Monumentalwerk, wie dem hier vorliegenden Meisterwerk, zu sprechen oder sich ein solches bildlich vorzustellen ist das Eine. Ein solches Werk dann tatsächlich in den Händen zu halten ist dann jedoch etwas völlig anderes. Ich muß gestehen, dass ich ein absoluter Box Set Fanatiker bin und demzufolge auch reichlich solcher Werke in meinen Regalen stehen habe. Trotzdem wirft mich jede neue Bear Familie Box aufs Neue aus der Bahn. So auch der zweite Teil der atemberaubenden Bob Wills Collection, die nunmehr sein musikalisches Schaffen vervollständigt. Ich muß gestehen, dass Western Swing nicht ganz oben auf der Liste meiner Lieblingsstilrichtungen steht. Zu schätzen weiß ich dieses Genre aber dennoch sehr wohl. Wer über Western Swing spricht, spricht nahezu automatisch über den Meister seiner Klasse, Mr. Bob Wills.

Nachdem vor nunmehr 5 Jahren die hochgelobte und viel beachtete 11 CD (+ 1 DVD) Box mit den frühen Aufnahmen (bis zum Jahre 1947) veröffentlicht wurde, wird Wills Lebenswerk nun mit diesem zweiten Box Set vervollständigt. Über 300 Songs aus den Jahren 1947-1973 sind hier in bestmöglicher Soundqualität erhältlich. Eingespielt wurden die Titel für MGM, SNADER, DECA, LIBERTY, KAPP, LONGHORN und UNITED ARTIST. Bob Wills scheint zu jeder Zeit nahezu resistent gegen musikalische Trends von außen gewesen zu sein. Selbst Mitte bis Ende der 50er Jahre schien er, den sich wie ein Lauffeuer verbreitenden Rock´n´Roll zu ignorieren. Ganze drei, recht Jive orientierte Aufnahmen konnte ich auf dem Box Set ausfindig machen. Bei allen anderen Aufnahmen handelt es sich um typischen Bob Wills Western Swing. Es wird sicherlich nicht jedermanns Sache sein, sich sämtliche CDs am Stück zu Gemüte zu führen. Sie ist aber nicht nur ausgemachten Western Swing/Bob Wills Fans zu empfehlen, sondern jedem, der eine beeindruckend aufgemachte Box sein eigen nennen will und ein bedeutendes Stückchen musikalischer Geschichte in kompakter Form besitzen möchte. Mit diesem Wahnsinnswerk (in Kombination mit der BCD 15933) liegt ihr in jedem Fall goldrichtig. Wer die Box einmal in seinen Händen hält, der wird sie sowieso nicht wieder hergeben. Allen anderen sei gesagt, dass die Box jeden Cent wert ist.

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Interpret: Various artists
Titel: That'll flat git it Vol. 22 / Vol. 25
Label: Bear Family
Nummer: BCD 16722 + 16725
Review by Sven Bergmann

Insgesamt 60 Aufnahmen auf dem Columbia Label (sieht man von einigen Aufnahmen ab, die zwar in den Columbia Studios eingespielt, aber auf anderen Label veröffentlicht wurden) die man durchweg als Rockabilly Klassiker titulieren darf, füllen diese beiden neu erschienenen CDs der „That´ll Flat Git It“ Serie. Zwei weitere CDs, ebenfalls aus den Columbia Archiven, werden demnächst folgen, ehe die ausgesprochen erfolgreiche Serie geschlossen wird. Meine Meinung zu den nun vorliegenden beiden Exemplaren ist sehr geteilt. Die einzelnen Songs sind jeder für sich ein absoluter Hammer und die Soundqualität ist wie gewohnt brillant. Jedes einzelne Stück verdient auch zweifelsfrei das Prädikat: „Gehört in jede Sammlung“. Und genau hier liegt auch das Problem: Die Songs dürften sich bereits allesamt in so ziemlich jeder Sammlung befinden. Unabhängig von den Originalpressungen habe ich nicht einen Titel entdecken können, den ich nicht mindestens auch auf zwei verschiedenen Wiederveröffentlichungen besitze. Bear Family selbst nutzte sämtliche Tracks zuvor auf Solo-Alben oder Box Sets der jeweiligen Künstler. Somit fallen mir für diese CDs auch keine verkaufsfördernden Argumente ein. Wem Künstler wie Ronnie Self, Collins Kids, Sid King & The Five Strings, Marty Robbins, Freddie Hart, Werly Fairburn, Jimmy Murphy und die Maddox Brother gefallen, dem würde ich in jedem Fall die Solo Werke eines jeden ans Herz legen, da es sich allesamt um Künstler handelt, von denen man einfach nicht genug bekommen kann.

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Interpret: Bill Carlisle
Titel: Busy body Boogie
Label: Bear Family
Nummer: BCD 15980
Review by Sven Bergmann

Interpret: Little Jimmy Dickens
Titel: I'm little but I'm loud
Label: Bear Family
Nummer: BCD 16198
Review by Sven Bergmann

Die ersten beiden Scheiben der neu gestarteten Serie “Gonna shake this shack tonight” liegen nunmehr vor. Bear Family selbst kündigte diese neue Serie als Nachfolgeserie der polpulären und erfolgreichen “That´ll Flat Git It”-Folgen an. Während sich die soeben genannte Serie jedoch thematisch mit den Aufnahmen bestimmter Plattenlabel befasste, so beschränken sich die einzelnen Veröffentlichungen der “Gonna Shake This Shack Tonight” auf die Werke eines einzelnen Künstlers/einer einzigen Band auf einem ganz speziellen Label. Den Anfang machen hierbei die Carlisles mit Frontmann Bill Carlisle mit ihren Einspielungen für das Mercury Label. Mit 34 Aufnahmen und einem 32 Seiten starken Begleitbuch kommt man hier wie gewohnt voll auf seine Kosten. Gut die Hälfte der Aufnahmen waren bereits auf der Carlisles LP auf BFX 15172 vertreten. Da diese Scheibe aber bereits vor 20 Jahren veröffentlicht wurde und seit langem nicht mehr offiziell erhältlich ist, schmälert diese Tatsache den hervorragenden Gesamteindruck der CD nicht.

Alle 31 Aufnahmen der Little Jimmy Dickens CD wurden bereits auf den beiden Box Sets BCD 15848 und 16218 veröffentlicht. Für all diejenigen die diese Boxen (unverständlicher Weise) nicht besitzen, oder aber einen Zusammenschnitt seiner rockigsten Up-Tempo Nummern zu schätzen wissen, ist diese Scheibe wärmstens zu empfehlen.

Betrachtet man nun also diese ersten beiden Scheiben der neuen Serie, so bleibt festzustellen, dass es sich um ausgezeichnete Up Tempo Hillbilly Stücke handelt, die musikalisch eher an die ausgezeichnete „Boppin´ Hillbilly“ Serie auf White Label erinnert, als an seinen „offiziellen“ Vorgänger „That´ll Flat Git It“. Zwei sehr empfehlenswerte Veröffentlichungen deren Nachfolger mit. Spannung und großer Vorfreude erwartet werden
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Interpret: Jerry Engler
Titel: A whole lotta years, a whole lotta music
Label: The Songwriters Advocate Music
Nummer: unbekannt
Vertrieb durch www.cdbaby.com
Review by Gates-Chili Post

Jerry Engler's album consists of years covering 1956 to 2002. His recordings are of his original material that has a range from Country (traditional, modern ,contemporary and country pop) to Rock 'N' Roll and Rockabilly. This makes the album quite diverse and appealing to many country fans. Jerry started his career in the 50's as a country entertainer and songwriter. He worked with Faron Young, Webb Pierce, The Wilbourn Brothers, Jimmy Dean, Buddy Holly, Fats Domino, Paul Anka, The Everly Brothers, Chuck Berry, and many others. He gave up his career to care for his two children which he was given custody after a divorce. Jerry never stopped writing songs and set up a recording studio in his home and recorded these songs over the years. He was blessed and found the girl he had prayed for (Elaine) and remarried. Two more girls (Nancy and Pamela) were born into the family and all was well with the world. After 49 years of songwriting his dream of having a CD with his recordings is a reality and a dream come true. The following is the inside of the album cover and "The Road Less Taken", "Clovis Bound" and "The Jerry Engler Story" articles which can be found on Gil Vignal's Buddy Holly website. Gil in Nantes, France is Jerry's friend whom without his help and encouragement this CD would not have seen the light of day.

I've always considered myself a singer/songwriter, but mostly a songwriter. Songwriting has been a part of my life since the age of 14. Whenever I buy or look at records/CD's I always look at the credits for who wrote the song. My hero as a songwriter was Hank Williams. I know a lot of entertainers say that, but I was there when Hank came on the scene and also when he left. What a legacy of material he gave to us to listen to and enjoy and learn from. Later, my other hero came upon the scene, Elvis Presley. He turned the music scene upside down with great material. Influences like these are great to shoot for when trying to write a good country or Rock 'n Roll song. I think it's important that we shoot for the top. If I have fallen short of the mark at least I know I gave it my best shot. I have a feeling that Buddy Holly felt this way as well because his material was also simple, melodic and well written. Along the way there have been other heroes to learn from, Willy Nelson, Don Gibson, Kris Kristofferson, Johnny Cash, and so many more. It's like little debts of gratitude other songwriters owe to these giants in the craft of songwriting.

Thanks to my friend Gil Vignal in France I am encouraged to throw my hat in the ring and share some of my material. I hope you enjoy listening to my first CD album. Thank you, Jerry Engler

Songwriting singer

1. Sweet Momma
2. J.D. Express
3. Hey Crazy Fool
4. Gone Out Of Sight
5. Lovin' You
6. Time Enough To Love You
7. Boy From Illinois
8. Don't Cry Tonight
9. Renegade Man
10. Lonesome Whistle Blues
11. I Want A Love
12. Wanderin' Gypsy
13. Lonesome And Blue
14. Hell Bent Desire
15. Straight >From Hell
16. Fill Me With Love
17. Nobody Loves Me Tonight
18. Time Stands Still
19. Leavin' Me And You
20. You Walk With Him I'll Walk Alone
21. Bayou Baby
22. This Old Blue Heart
23. Come Back And Love Me
24. Would You Love Me Then?
25. Sputnik (1992 remake)
26. What A' You Gonna Do? (Buddy Holly guitar and bells)
27. I Sent You Roses (Buddy Holly Guitar)

Credits and many thanks to all who participated in the making of this album.

Words and music by Jerry Englerth - #11 co-written Cliff Thigpen words, J. Engler Music

Lead vocals - Jerry Engler
Back up vocals - The Four Ekkos (0n "Sputnik" 1992 remake version of 1957 release)
Clovis session - # 26, 27. Date Sept. 7, 1958 Buddy's birthday, B. Holly guitar, Vi Petty organ, G. Atwood bass, Bo Clarke drums.
Nashville Studio session - #1, 4. I misplaced their names. I apologize. They did a great job.
D. Masters Studio session - #25. D. Masters, H. Possemato lead guitar. J. Symonds drums, B.
Williams bass, S. Love & J. Engler rhythm guitars.
D. Masters Studio session - #9. Dale did it all. Jerry did lead vocal.
Dynamic session - #7 A. Keltz lead guitar, S.Love & J. Engler rhythm guitars, P. Ryan bass, R. Englerth drums, Al Germano piano
H. Possemato Studio session - #18. H. Possemato lead guitar & bass, J. Engler rhythm guitar
C. Hebing Studio session -#21 Chuck did it all bass drums & guitars. The lead vocal by J. Engler
J. Engler TSA Studio sessions - #2 S. Love lead, rhythm guitar, W. Mueller bass, steel guitar - #9 D. Masters did all -#10 S. Love lead. Rhythm guitar, W. Mueller bass, steel guitar - #11 S. Love lead guitar, J. Falzone bass, J. Engler rhythm guitar , steel guitar - #22 S. Love lead guitar, J. Engler rhythm guitar, G. Vincelli bass.
All other TSA Studio sessions - J. Engler all instruments: guitars (lead, rhythm, Steel, Resonator), organ, piano, bass.
Digital Re- Mastering - Gilles Vignal my friend in Nantes, France.
Front Cover and inside cover design - Also by Gilles Vignal
Additional Graphics by Lonely Records. Lonely Records .com
Producers and the playlist title #'s Buddy Holly & Norman Petty #26 #27 - Bronson & .J. Engler #1 #4 - D. Masters & J. Engler #25 1992 remake of 1957 "Sputnik" - H. Possemato #18 - C. Hebing #21 - J. Engler #2 #3 #5 #6 & #8 Thru #24.
Engineering: Norman Petty #26 #27 - D. Master #25 #9 - H. Possemato #18 - C. Hebing # 21 - Dynamic Dave Kasperson #7 - J. Engler #2 #3 #5 #6 & #8 Thru #24

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Interpret: Tielman Brothers
Titel: Totally Tielman - The essential collection
Label: Preudonym Records
Nummer: CDP-1089-DD
Vertrieb durch www.transmissionrecords.nl
Review by Hans van Vuuren

(3-CD-Deluxe Package mit 44 seitigem Booklet)

Totally Tielman: The Essential Collection offers a comprehensive overview of the impressive career of The Tielman Brothers. For the compilation of the luxurious 3 CD package, quality-recording label Pseudonym Records made use of all the available masters. Included in the eighty tracks in total are not only all the hit singles of The Tielman Brothers, but also every solo single of Andy Tielman, including all B-sides, plus additional material that has never been released on CD before. The carefully documented booklet contains extensive track-by-track information, exclusive photos and pictures of all the original single sleeves. As a result, Totally Tielman: The Essential Collection is the most complete compilation that has ever been published on The Tielman Brothers. Read about, listen to and enjoy the first-ever Dutch Rock 'n' Roll band: The Tielman Brothers!

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Interpret: Gene Vincent
Titel: The road is rocky
Label: Bear Family
Nummer: BCD 16257
Review by Sven Bergmann

(8 CD Box Set mit 132 seitigem Begleitbuch)

Es darf ausgemistet und gestrafft werden ! Sofern ihr keine Originalpressungen von Gene Vincent besitzt, sondern sein musikalisches Schaffen lediglich in Form von diversen Re-issues und Boxen in eurer Sammlung stehen habt, so könnt ihr diese nun bedenkenlos gegen das vorliegende Meisterwerk aus dem Hause der Bären austauschen.

In wirklich atemberaubender Tonqualität liegen hier nun seine kompletten Studio Master Aufnahmen vor. Gepaart mit dem wie üblich brillant gestaltetem Begleitbuch ( hart gebunden, 132 Seiten, LP Format) lässt es alle bislang erschienenen Mammutwerke über Gene Vincent in einem schwachen Licht erscheinen.

Gene Vincent gehört zweifelsfrei zu einer DER Lichtgestalten des Rock´n´Roll. Dementsprechend ausführlich wurde sein musikalisches Schaffen auch in der Vergangenheit dokumentiert. Bereits seit Mitte der 70ér Jahre gab es umfangreiche Projekte, die seine Studioarbeiten nahezu lückenlos dokumentierten. Eine französische Serie mit 7 LP´s in Kombination mit einer 4 LP Box machte den Anfang. Gefolgt wurde dieses Projekt von dem LP Box Set auf Charly Records ( God save the vinyl) und diversen CD Zusammenstellungen und Boxen.

Gene Vincent und seine Musik ist dermaßen allgegenwärtig, dass es hier müßig erscheint auf seine einzelnen Aufnahmen einzugehen. Sie dürften hinreichend bekannt und allseits geschätzt sein.

Aus verständlichen Gründen verkauft sich die aktuelle Box wie warme Brötchen. Ihr solltet also zuschlagen solange sie noch erhältlich ist. Da wir schon einmal bei gut gemeinten Ratschlägen sind, hier gleich noch ein heißer Tipp. Sobald ihr diese Box erworben habt, solltet ihr schon mal wieder euer restliches Geld beisammen halten. Bear Family wird eine zweite Gene Vincent Box, mit raren Live, Radio und TV Aufnahmen veröffentlichen, die sicherlich ebenso wie das hier vorliegende Box Set zu einem absoluten Muß werden wird.

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Interpret: Various artists
Titel: Gene Vincent cut our songs
Label: Ace
Numer: CHD1018
Review by Sven Bergmann

Ausnahmsweise einmal das Fazit gleich vorweg: Bei diesem Album handelt es sich um DIE VERÖFFENTLICHUNG der letzten Jahre, vielleicht der letzten Jahrzehnte.

Was waren das doch noch für Zeiten, als uns die Veröffentlichung einer neuen Scheibe auf dem Collectors Label oder einem der vielen anderen Wiederveröffentlichungslabel die Herzen höher schlagen ließ, weil diese Veröffentlichungen wirklich neues, bislang nicht gehörtes rares Rockabilly Material beinhalteten. Tausende Veröffentlichungen und knapp drei Jahrzehnte später können die aktuellen Veröffentlichungen kaum noch neues Material bieten, so dass sie sich oftmals lediglich als eine Art „Best Of“ Scheiben darstellen. Ich musste lange überlegen um zu dem Ergebnis zu kommen dass die Scheibe „Radio Rockabillies“ von Narvel Felts und Jerry Mercer auf dem Rockstar Label die letzte Veröffentlichung war, die mich ähnlich schwer aus der Bahn warf wie das nun vorliegende Produkt auf dem Ace Label. Die Radio Rockabillies ist mittlerweile bereits seit 16 Jahren auf dem Markt und so hatte ich die Hoffnung auf einen ähnlichen Knaller mittlerweile schon fast aufgegeben. Seit knapp 2 Monaten habe ich diese CD nun schon und nach einer anfänglichen absoluten Sprachlosigkeit bin ich noch immer nicht in der Lage einen neutralen Kommentar über sie zu verfassen. Kein mir bekannter Superlativ ist auch nur ansatzweise geeignet die atemberaubende Güte dieser Veröffentlichung wieder zu spiegeln. Jede einzelne, der insgesamt 30 Aufnahmen hätte es verdient hier ausführlich gelobt und verherrlicht zu werden. Dieses Album ist ein Schulbeispiel für urwüchsigen, primitiven und atemberaubenden Rockabilly wie er besser nicht interpretiert werden kann. Auch wenn der Titel der CD etwas anderes vermuten lässt, steht hier nicht etwa Gene Vincent, sondern vielmehr der texanische Songwriter und Studiobesitzer Jack Rhodes im Mittelpunkt des Geschehen. Der Großteil der hier veröffentlichten Aufnahmen stammen aus seiner Feder und wurden in seinem Studio in einem kleinen Motel in Texas Mitte der 50er Jahre aufgenommen. Derrell Felts, Jimmy Johnson, Johnny Dollar, Freddie Franks und einige andere mehr nahmen bei ihm auf und schufen diese bislang unveröffentlichten Schätze des Rockabilly.

Es ist besonders ehrenswert, dass uns Ace diese Juwelen in einer so brutal kompakten Art und Weise präsentiert und somit den Herzstillstand seiner Stammkäufer riskiert. Nahezu jede der bis-lang unveröffentlichten Aufnahmen wäre geeignet gewesen, einen weiteren „Allerwelts-Sampler“ zu bereichern und somit zu einem kaufenswerten Objekt werden zu lassen. Vielleicht hat es Ace Records mit diesen Aufnahmen ja nicht auf einen finanziellen Erfolg abgesehen sondern vielmehr darauf abgezielt DIE SCHEIBE DER SCHEIBEN zu produzieren. Ein Vorhaben das zweifelsfrei gelungen ist. Dieses Album ist in meinen Augen in Sachen Rockabilly „der Maßstab aller Dinge“. Das ausgezeichnete Booklet zur CD setzt der perfekten Veröffentlichung dann auch noch die Krone auf.

Kauft dieses Album und euer Leben wird reicher !!!

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Interpret: Jimmie Skinner
Titel: Doin´ My Time
Label: Bear Family
Nummer: BCD 16613
Review by Sven Bergmann

(6 CD Box Set mit Buch)

Jimmie Skinner zählt zu den großen Phänomenen der Countrymusic. Seinen sehr urwüchsigen und individuellen Stil hatte er bereits zu Beginn seiner Schallplattenkarriere im Jahre 1947 gefunden. Zum trotze aller neuen Einflüsse blieb er diesem urwüchsigen Stil für mehr als drei Jahrzehnte treu. Auch wenn er in dieser Zeitspanne nur etwas mehr als eine handvoll Hits in den Charts für sich verbuchen konnte, so konnte er doch nahezu durchgängig zu den bedeutendsten Musikern auf dem C&W Markt gezählt werden. Sei-ne Musik war urwüchsig, schlicht und nur spartanisch instrumenta-lisiert und dennoch und trotz der Vielzahl seiner eingespielten Aufnahmen, niemals eintönig oder langweilig.

Auch die Maschinerie der großen Firmen Capitol, Decca und Mercury vermochten nicht den grund-sätzlichen Sound des Jimmie Skinner zu verwässern. Zwar nahm er jeweils aktuelle musikali-sche Strömungen wahr und verarbeitete diese auch zu einem Teil, diese Strömungen konnten an seinem „Gesamtsound“ jedoch keine grundlegenden Veränderungen hervorrufen. So findet man in seiner Musik, neben ein wenig Bluegrass, ein wenig Rockabilly und einer gehörigen Portion Hillbilly hauptsächlich Jimmie Skinner höchstpersönlich. Skinner war ein ebenso talentierter wie fleißiger Songschreiber und der überwiegende Teil der hier vorliegenden 153 Titel stammt aus seiner eigenen Feder.

Ray Campi zählt Jimmie Skinner zu seinen großen Vorbildern und Wegbereitern für seine eigene Musik. Aber nicht nur Campi wurde und wird durch diese Lichtgestalt der Country Music beeinflusst.

Abgerundet wird diese Box mit einer gesprochenen, unvollendeten Autobiographie.

Die Box stellt sich als eine großartige, längst überfällige, dafür aber besonders hochwertig und würdevoll gestaltete Huldigung an einen großartigen Künstler dar.

Ein unverzichtbares und uneingeschränkt empfehlenswertes Meisterwerk!

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Interpret: Freddie Hart
Titel: Juke Joint Boogie
Label: Bear Family
Nummer: BCD 16727
Review by Sven Bergmann

Freddie Hart ist einer der großen Namen in der Country Szene. Seine ersten Aufnahmen für Capitol entstanden im Juni 1953. Seit April 1959 finden sich seine Aufnahmen auch in den Billboard Charts wieder. Doch der wirkliche große Durchbruch gelang ihm erst knapp 20 Jahre nach seinem Karrierebeginn mit dem Nummer 1 Hit „Easy Loving“. Nach diesem Durchbruch war er fester Bestandteil der Charts und er entwickelte sich zu einem der ganz großen des Genres. Wie so häufig, stellte sich auch bei Freddie Hart der große Erfolg erst ein, nachdem er seinen ursprünglichen Pfad verlassen hatte und sich dem seichteren und Pop orientierterem Nashville-Sound verschrieb.

Mit dem hier vorliegendem, längst überfälligen Werk, durchleuchtet Bear Family nun endlich die frühe Phase des Freddie Heart. 33 großartige Aufnahmen aus den Jahren 1953 bis 1961 stellen zwar nicht das komplette Schaffen dieses Künstlers während dieser Periode dar, bieten aber einen hervorragenden Einblick in die frühe Karriere des Freddie Hart´s.

Von mitreißenden Country Boogies ( Juke Joint Boogie ), über Schmatzfetzern ( Blue) bis hin zu atemberaubenden Rockabilly Songs ( Snatch it and Grab It und Dig Boy Dig ) bietet dieses Album wirklich alles, was das Herz der 50'er Jahre Countrymusic höher schlagen lässt. Ein großartiges und uneingeschränkt empfehlenswertes Album das mit einer Gesamtspielzeit von 78:31 Minuten wirklich keine Wünsche offen lässt. Ein Meisterwerk !!!!

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Interpret: Stonewall Jackson
Titel: Waterloo
Label: Bear Family
Nummer: BCD 15421
Review by Sven Bergmann

(4 CD Box Set mit 72seitigem Buch)

Wenn die Bärenfamilie eine ihrer legendären Box Sets herausbringt, ist es als wenn Weihnachten und Geburtstag auf einen Tag fallen. Ich habe dieses Box Set nun schon einige Wochen lang und kann dennoch nicht abschließend über sie berichten. Der Grund ist leicht erklärt. Ich habe das faszinierende Begleitbuch bereits mehrfach verschlungen und ich komme einfach nicht über die erste, der insgesamt 4 CD´s hinaus. Dafür hat diese erste CD aber schon nahezu Wurzeln in meinem Player geschlagen, wenngleich sie kaum still steht. Wie üblich sind die Aufnahmen der Box chronologisch gelistet und Stonewall Jacksons musikalische Wirken in seiner frühen Phase sind für mich natürlich auch die interessantesten und faszinierendsten und so zieht mich CD Nr. 1 auch vom ersten bis zum letzten Titel in ihren Bann. Mehr Country als der junge Stonewall Jackson kann ein Mensch nicht in der Stimme haben. Bereits nach Betrachtung des Buches und dem Hören dieser ersten CD steht für mich zweifelsfrei fest, dass diese Box jeden einzelnen Cent wert ist. Die tragische Lebensgeschichte des Künstlers, der tatsächlich mit bürgerlichem Namen Stonewall Jackson heißt, fesselt und lässt seine Musik in einem anderen Licht erscheinen.

Seine Rockabillylastige Version des George Jones Titels „ I Need You Real Bad“ zählt bereits seit Jahren zu einem meiner absoluten Lieblingssongs und die nun vorliegende CD Version dient dazu, meine Originalpressung merklich zu entlasten. Trotz dieses persönlichen Favoriten ist es kaum möglich einzelne Songs hervor zu heben. Auch wenn sich die Begleitmusik im Verlaufe der folgenden Jahre immer mehr verwässerte, so blieb doch immer diese unglaubliche „ Down home Hillbilly“ Stimme, die stets auch schwächer erscheinenden Titeln einen ganz eigenen Glanz zu geben vermochte.

Ein Werk wie dieses, hätte sicherlich eine mehrseitige Rezension verdient, aber egal wie oberflächlich oder intensiv man sich auch immer mit diesem Werk auseinander setzt, so bleibt im Ergebnis fest zu stellen, dass es sich um eine Bear Family Box handelt. Mit anderen Worten handelt es sich um ein weiteres Meisterwerk mit uneingeschränkter Kaufempfehlung.

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CD's neue Musik:

Interpret: Jzzzzp
Titel: Swingin' all day
Label: Dynamite Bookings
Nummer: no number
Review by André Helling

Jzzzzzp kommen aus Holland und von dieser Band haben wir bereits in der Vergangenheit eine DVD vorgestellt.

Diese Jungs verbinden ihren eigenen Stil mit klassischen Jazz, Jive und Boogie Elementen und haben es geschafft, sich damit eine coole Mischung interessanter Musik aus Kombination von Instrumental- und Gesangsstücken zusammen zu stellen. Die Bandmitglieder P. P. Fischer, Tomas Streutgers, Arnold Smits, Daniel Casey und Dré Laroughe haben es wirklich drauf. Die Songs dieser CD (15 Stück an der Zahl) hauen wirklich gut rein, sind eine absolute Bereicherung für jede Party. Es müssen nicht immer die Klassiker sein, die auf Zusammenkünften absoluter Jazz-Liebhaber gespielt werden müssen; ich finde, diese CD gehört unbedingt dazu.

Also, bestellen, reinhören und mitwippen.....Jzzzzzp sollte man im Auge behalten.

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Interpret: Chuck Memphis
Titel: Talk about the good times
Label: Rarity Records
Nummer: C192726
Review by Karel van den Hofen

Chuck Memphis kommt aus Holland und dort kennt man ihn bereits seit den frühen 60ern als Rock ’n’ Roll-Sänger, der im Lauf der Jahre seine Bühnenshow mit Country- und Gospelsongs sowie um Balladen erweiterte. Exakt diesen Mix gibt es in 18 Aufnahmen auch auf seinem neuesten Album zu hören.

Mit einer Ausnahme handelt es sich dabei ausschließlich um Neueinspielungen nur allzu oft gecoverter Stücke aus den 50er und 60er Jahren, darunter so bekannte Werke wie Jerry Reed ’s „I Washed My Hands In Muddy Water “, Chuck Berry ’s „ Memphis Tennessee “, Fred Rose’ “ Blue Eyes Crying In The Rain” und Joe South’s „Walk A Mile In My Shoes “. Chuck Memphis, der sich in der Vergangenheit die Bühne mit solchen Größen wie Carl Perkins , Roy Orbison, The Coasters, The Straycats, Crowded House und Jerry Lee Lewis teilte ist derzeit an vielen Orten in den Niederlanden mit seinem Bühnenprogramm “Echoes Of The Past” zu sehen. Begleitet wird er dabei von einem 15 Mann starken Orchester sowie einer attraktiven Backup-Gruppe, die in der „ American Style Show “ für das richtige Feeling sorgen sollen.Kann es denn eine bessere Möglichkeit zur Einstimmung darauf geben als das neue Album Talk About The Good Times vom holländischen „King Of Rock’n’ Roll“ geben? Auch wenn er bei seinen Auftritten schon des öfteren auf seine Ähnlichkeit mit Elvis Presley angesprochen wird, sieht er selbst sich nun gar nicht als Elvis-Double. Doch das er seinem großen Idol auch auf seinem neuen Album wieder einige Songs widmet, ist für ihn trotzdem eine Selbstverständlichkeit

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Interpret: Roland Heinrich
Titel: Einsam und ausgebremst
Label: Bear Family
Nummer: BCD 16733
Review by Sven Bergmann

Diese Veröffentlichung bedarf einiger Zeilen mehr als unsere üblichen Besprechungen.

Als Purist und stolzer Besitzer diverser Vorurteile, hat mich dieses Album wirklich hart getroffen und in meiner gewollten Engstirnigkeit schwer erschüttert. Nach Erhalt dieser CD stand mein Urteil und somit das Ergebnis dieser Besprechung eigentlich schon fest, bevor ich sie überhaupt abspielte. Doch es sollte ganz anders kommen.

Ein aktueller deutscher Interpret, der sich zu allem Überfluss auch noch in seiner Muttersprache aufmacht um Country Songs zu singen? Das konnte einfach nicht gut gehen. Darüber hinaus empfand ich es nahezu als Blasphemie, die von mir so hoch geschätzten Songs der Ikone Jimmy Rodgers auf deutsch vergewaltigen zu wollen. Alibi Country Music a la Truck Stop und Tom Astor verursachen bei mir allergische Reaktionen wie Hautausschlag, Atemnot, Übelkeit und Magenprobleme. Genau mit diesen Symptomen hatte ich dann auch ganz fest gerechnet, bevor ich mich nach langem Überlegen und erstem Rumoren in der Magengegend dann doch entschlossen hatte, sie wenigstens einmal anzuhören, ehe ich sie anschließend gnadenlos in der Luft zerreißen würde. Dieses Vorhaben war dann jedoch bereits nach den ersten Klängen der CD wie weggeblasen. Mein erster Eindruck war aber noch immer voller Skepsis und auf meinen Vorurteilen basierend. So hielt ich die Veröffentlichung zunächst für eine Verarschung, da ich beim ersten oberflächlichen Hören der Aufnahmen überhaupt keinen deutschsprachigen Gesang vernehmen konnte. Die musikalische Begleitung empfand ich als ausgesprochen angenehm, vielseitig und hochwertig. Da der Gesang aber nicht fremdartig klang und keinesfalls als Fremdkörper der Musik wirkte (wie es deutschsprachiger Gesang zu amerikanischer Country Musik eigentlich so an sich hat), wurde ich stutzig. Ich verstand zunächst kein Wort des Textes und so hielt ich es für unwahrscheinlich, dass diese ausgesprochen wohlklingende Stimme sich tatsächlich in meiner Muttersprache artikulierte. Auf der anderen Seite ist mein englisch nicht so schlecht, als dass ich nicht auch einen englischsprachigen Text verstanden hätte. Was ging hier nur vor?

In dem Begleitheft waren die Texte abgedruckt und demnach handelte es sich tatsächlich um deutsche Texte. Also startete ich die CD erneut und verglich nun mit den abgedruckten Texten. Und siehe da, Roland Heinrich sang tatsächlich in meiner Muttersprache. Mit dem Begleittext vor Augen verstand ich plötzlich jedes Wort und nach einigen weiteren Durchläufen der gesamten CD verstand ich die Worte seines Gesanges nun auch ohne das Begleitheft. Das mag unverständlich klingen, erklärt sich aber durch die Intensität des Gesanges. Auch wenn man sich in seinem alltäglichen Sprachgebrauch nur selten Gedanken über den Klang der deutschen Sprache macht, so fällt zumindest in der Musik häufig auf, dass es sich um eine harte, gefühlsarme und fast kalt klingende Sprache handelt. Roland Heinrichs Gesang hingegen erklingt in einer ungewohnten Tiefe und Intensität, voller Wärme und Gefühl und nahezu wie geschaffen für die Art der vorgetragenen Musik. Zu keinem Zeitpunkt wurde hier der Eindruck erweckt, als würden zwei unterschiedliche Kulturen aufeinander prallen. Vielmehr entstand der Eindruck, dass die Songs genau so zu klingen haben wie sie sich hier präsentieren, um eine ungeahnte Perfektion zu erlangen.

Als Jimmie Rodgers Verehrer kenne ich natürlich eine Vielzahl von Tribute Alben der unterschiedlichsten Art. Einige Künstler brillieren oder versagen bei dem Versuch die Originalaufnahmen 1:1 zu kopieren, andere überzeugen oder scheitern kläglich bei dem Versuch die Originalaufnahmen zu verfälschen und ihnen einen neuartigen Zeitgeist zu verleihen. Keines der mir bekannten Tribute Alben vermag es jedoch, soviel „Jimmie Rodgers Spirit“ zu versprühen wie Roland Heinrich. Die Art der Übersetzung der Originaltexte in die deutsche Sprache zeugt von Feinfühligkeit und Intelligenz. Der Sound der Musik klingt weder nach Einspielungen der originalen Jimmie Rodgers Ära, noch klingen sie typisch zeitgenössisch. Vielmehr wird hier ein Sound dargeboten, der durchweg als „zeitlos“ zu bezeichnen ist. Auch wenn hier die Musik eines einzigen Künstlers interpretiert wird, präsentiert sich das Album in einer Vielfältigkeit, die von kaum einem Sampler erreicht wird. Spuren von Bluegrass, Ragtime, Rockabilly, Jazz und der typische Boom Chicka Boom Johnny Cash(abilly) Sound, gepaart mit einem stets spürbaren Geist des Blue Yodelers verleihen diesem Konzeptalbum seinen ganz speziellen Reiz. Es wäre nicht fair einzelne Titel hervorzuheben, ich kann dennoch nicht leugnen, dass es mir persönlich die Songs „Warten auf den Zug“, „Betrübter Jodler #3“ und „Ein Traum unerreicht“ ganz besonders angetan haben.

Als einziger Kritikpunkt dieses „Überraschungsalbums“ bleibt die Anmerkung, dass ich gerne mehr als nur die vorhandenen 14 Jimmie Rodgers Songs in deutscher Sprache gehört hätte. Das Original Programm von Jimmie Rodgers ist dermaßen umfangreich, dass ich mir sowohl von dem Künstler als auch von dem Label einen zweiten Teil dieses Konzeptalbums wünschen würde. Seit diesem Album könnte ich mir zu meinem eigenen Entsetzen jedoch sogar deutschsprachige Versionen von Songs meines „Überidols“ Hank Williams als durchaus reizvoll vorstellen. (Noch vor wenigen Wochen hätte ich bei dem Vernehmen einer solchen Äußerung mit Inbrunst und Überzeugung die Einführung der Todesstrafe gefordert). Kauft und staunt!

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